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Mehr #miteinandern in Greding

31. Mai 2026

Wer ist verantwortlich für den gesellschaftlichen Zusammenhalt? Zum Auftakt von insgesamt sieben Regionalkonferenzen 2026/2027 setzte die mittelfränkische Stadt Greding ein eindrucksvolles Zeichen, dass es wir alle sind, die für den Zusammenhalt und damit für die Zukunftsfähigkeit unserer Demokratie verantwortlich sind.

Wer ist verantwortlich für den gesellschaftlichen Zusammenhalt? Souverän umkreiste Florian Kienast vom BR diese Frage mit seinem spannend besetzten Podium: Bündnissprecher und Landesbischof Christian Kopp war zum Auftakt der ersten Regionalkonferenz im Rahmen des Schwerpunktthemas 2026/2027 ebenso in das Gredinger Rathaus gekommen wie Petra Winterstein von der vhs Roth, Heike Klier von Regens Wagner Zell, Wendelin Ferstl von der Berufsschule Eichstätt und Yannick Pleick von Demokratie leben! im Landkreis Roth.

Dass es letztlich an uns allen liegt, wie wir den gesellschaftlichen Zusammenhalt in herausfordernden Zeiten ermöglichen, war die so simple wie im konkreten Einzelfall doch recht komplexe Antwort. Große Einigkeit bestand etwa darin, dass Teilhabe ein Schlüssel für dieses #miteinandern darstellt und dass die Angebote hierzu möglichst niederschwellig sein müssen. Ob wir mit unseren politischen Bildungsangeboten hingegen immer die richtigen Zielgruppen treffen und Formate wählen, wurde durchaus selbstkritisch diskutiert.

Daneben gab es facettenreiche Hinweise, wo die einzelnen Podiumsgäste jeweils den einzigartigen Mehrwert der Demokratie als menschenwürdigster Staatsform, aber auch deren aktuelle Herausforderungen verorteten. Einigkeit bestand darin, dass Demokratie gesellschaftlichen Zusammenhalt für ihre Zukunftsfähigkeit braucht. Und dass ein Mehr #miteinandern hierzu äußerst hilfreich ist. #miteinandern ist dabei mehr als ein Zustand, so wurde an den durchaus programmatisch gemeinten Vierzeiler auf dem Einladungsflyer erinnert. Es ist ein fortlaufender Prozess, ein weiterführender Gedanke, ein offener Raum für Austausch, Beteiligung und Resonanz. Ein Buchstabe macht den Unterschied: Ohne ihn wäre das Wort abgeschlossen – mit ihm wird es lebendig.

Lebendig wurde es dann richtig, als sich die Türen des Rathauses nach der Podiumsdiskussion zum Marktplatz hin öffneten. Es zeigte sich, dass die Menschen in und um Greding an diesem sonnigen Donnerstagabend, den 21. Mai 2026, durchaus bereit waren, in großer Zahl den anstehenden 77. Geburtstag des Grundgesetzes zu feiern und dieses als starkes Fundament für den Zusammenhalt in unserer offenen Gesellschaft zu unterstreichen. Die längste Tafel der Begegnung im Herzen Europas (mit eigens entworfenen Tischdecken mit Diskussionsleitfragen), als mittelfränkische Antwort auf die Anregung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, sowie alle weiteren Biertische waren fast bis auf den letzten Platz besetzt. An den Ständen von Feuerwehr und Rotem Kreuz tummelten sich ebenso viele Menschen wie an den verschiedenen Foodtrucks und Getränkestationen.

Begleitet von gleich drei Musikkapellen, die zuvor aus unterschiedlichen Himmelsrichtungen auf den Marktplatz eingezogen waren, sangen die Anwesenden jeweils eine Strophe von Bayern-, Deutschland- und Europahymne – und dies tatsächlich gemeinsam, mutig und lautstark.  

Grußworte des Bayerischen Bündnisses für Toleranz, des Landesvereins für Heimatpflege, des Bündnisses Greding ist bunt! sowie ein leidenschaftlicher Impuls von Finanzstaatssekretär Martin Schöffel setzten im Rahmen des fröhlichen #miteinanderns der Feiernden immer wieder inhaltliche Akzente. Den Abschluss des offiziellen Teils bildete schließlich ein gemeinsamer Segen des orthodoxen Archimandriten Georgios Siomos und des evangelischen Landesbischofs Christian Kopp.

Unter dem Motto Mehr #miteinandern konnte die Veranstaltung, getragen vom Engagement zahlreicher zivilgesellschaftlicher Akteurinnen und Akteure aus der Region, ein Miteinander stärken, in dem unterschiedliche Perspektiven Platz haben und Verständigung wachsen kann – gerade in Zeiten zunehmend polarisierter Debatten. Es wurde bis in den Abend hinein gefeiert und an den Tischen intensiv – nicht nur, aber eben auch über den gesellschaftlichen Zusammenhalt als notwendige Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit unserer Demokratie – diskutiert.

Alles in allem war dieser Tag ein überaus gelungener Auftakt der insgesamt sieben Regionalkonferenzen, die dieses und kommendes Jahr vom Bayerischen Bündnis für Toleranz gemeinsam mit dem Landesverein für Heimatpflege in Bayern durchgeführt werden, um die Botschaft vom Mehr #miteinandern ins Land hinaus zu tragen.  Wir konnten mit allen Beteiligten ein sichtbares Zeichen für gesellschaftlichen Zusammenhalt setzen und die im Grundgesetz verankerten Werte, insbesondere die Unantastbarkeit der Menschenwürde, im gemeinsamen #miteinandern erfahrbar machen.


Wir sind Bayerns größter Zusammenschluss aus staatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren sowie Religionsgemeinschaften, um unsere Demokratie und die Achtung der Menschenwürde zu stärken und Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus zu bekämpfen.


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