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Begegnung schafft Vertrauen

08. Juli 2026

Trennt oder verbindet Religion. Ist sie ein Bremsklotz oder ein Beschleuniger für gesellschaftliches #Miteinandern? Die Gemeinsame Erklärung des „Dialogforums Religion und Integration“, an der das Bayerische Bündnis für Toleranz mitgeschrieben hat, schafft Klarheit.

„Begegnung schafft Vertrauen. Wenn Menschen einander zuhören, wächst das Verständnis für die Position des anderen Menschen“, so Bündnissprecher und Landesbischof Christian Kopp bei der Veröffentlichung der Gemeinsamen Erklärung des Bayerischen „Dialogforums Religion und Integration“, an der auch das Bayerische Bündnis für Toleranz intensiv mitgewirkt hat. Gerade in einer Zeit, in der gesellschaftliche Debatten schärfer würden und Menschen versuchten Menschen gegeneinander auszuspielen, könnten die Religionen Orte des gegenseitigen Zuhörens organisieren.

Dies ist der Tenor, der gerade veröffentlichten Gemeinsamen Erklärung des „Dialogforums Religion und Integration“. Vertreterinnen und Vertreter von Religionsgemeinschaften, Hochschulen, Verwaltung und Politik unterstreichen darin ihre gemeinsame Verantwortung für Frieden, Demokratie und gesellschaftlichen Zusammenhalt in Bayern. Sie sprechen sich für Religionsfreiheit, gegenseitigen Respekt und den Schutz religiöser Einrichtungen aus und setzen ein gemeinsames Zeichen gegen Antisemitismus, Muslimfeindlichkeit, Rassismus, Diskriminierung und religiösen Extremismus.

Dialog der Religionen ist Friedensarbeit. Seit vielen Jahren engagiert sich auch das Bayerische Bündnis für Toleranz im interreligiösen Dialog und in der Zusammenarbeit mit jüdischen, christlichen, muslimischen und weiteren Religionsgemeinschaften in Bayern. Getragen von der Überzeugung, dass der Dialog der Religionen ein unverzichtbarer Beitrag zum gesellschaftlichen Frieden ist.

„Der Satz des Theologen Hans Küng“, so Bündnissprecher und Landesbischof Christian Kopp, „begleitet mich seit vielen Jahren: ‚Kein menschliches Zusammenleben ohne ein Weltethos der Nationen; kein Frieden unter den Nationen ohne Frieden unter den Religionen; kein Friede unter den Religionen ohne Dialog unter den Religionen.‘ Dieser Gedanke ist heute aktueller denn je.“

Das „Dialogforum Religion und Integration“ wurde auf Initiative des Bayerischen Staatsministers des Innern, für Sport und Integration ins Leben gerufen. Seit Herbst 2025 kommen dort Vertreterinnen und Vertreter von Religionsgemeinschaften, Hochschulen, Institutionen des interreligiösen Dialogs, Verwaltung und Politik zusammen, um über die Rolle der Religionen für Integration, gesellschaftlichen Zusammenhalt und die freiheitlich-demokratische Grundordnung ins Gespräch zu kommen. Darunter auch das Bayerische Bündnis für Toleranz. Die nun veröffentlichte „Gemeinsame Erklärung“ geht auf diesen Austausch zurück.

Weitere Informationen: https://www.stmi.bayern.de/news/detail/dialogshyforum-religion-und-integration-gemeinsame-erklaerung-staerkt-zusammenshyhalt-in-bayern/

Bildnachweis: Bayerisches Innenministerium / Matthias Balk


Wir sind Bayerns größter Zusammenschluss aus staatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren sowie Religionsgemeinschaften, um unsere Demokratie und die Achtung der Menschenwürde zu stärken und Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus zu bekämpfen.


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