Skip to main content

Mehr #miteinandern

Zehn Thesen zum gesellschaftlichen Zusammenhalt

Braucht unsere Demokratie gesellschaftlichen Zusammenhalt für ihre Zukunftsfähigkeit? Das Bayerische Bündnis für Toleranz beantwortet diese Frage klar mit: Ja – insbesondere dann, wenn dieses Fundament in aktuellen Krisenzeiten einem radikalen Stresstest unterzogen wird. Wie aber steht es um unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt? Was bringt ihn aus dem Gleichgewicht – und was können staatliche, zivilgesellschaftliche und religionsgemeinschaftliche Akteure zu seiner Stabilisierung beitragen?

Das Bayerische Bündnis für Toleranz geht diesen Fragen im Rahmen seines Schwerpunktthemas 2026/2027 „Mehr #miteinandern – Gesellschaftlicher Zusammenhalt in herausfordernden Zeiten“ in verschiedenen Zugängen nach. Am Anfang stand dabei eine wissenschaftliche Auftaktkonferenz, aus der heraus die folgenden „Zehn (Arbeits-)Thesen zum gesellschaftlichen Zusammenhalt“ entwickelt wurden.

Diese stellen wir hier gerne zur Diskussion und freuen uns über zahlreiche Anmerkungen, Ergänzungen, Konkretisierungen, Ableitungen etc.

Gerne können Sie diese im Folgenden zu den einzelnen Thesen einspeisen!

Wir sammeln alle Ihre Kommentare und werden alle konstruktiven Anregungen aufgreifen. Das Ergebnis werden wir dann im Rahmen unserer wissenschaftlichen Abschlusskonferenz am 12./13.11.2027 in der Akademie für politische Bildung in Tutzing vorstellen und gemeinsam mit Ihnen noch einmal diskutieren. Denn nur wenn wir gemeinsam #miteinandern, werden wir auch morgen in einer zukunftsfähigen und resilienten Demokratie leben, die allein der Garant für die Wahrung der gleichen Würde aller Menschen ist.

Mehr #miteinandern stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt

Das Rezept gegen Misstrauen ist denkbar einfach: mehr miteinander reden statt übereinander. Vorurteile schmelzen, wenn wir echten Menschen begegnen. Veranstaltungen, wie die des Bayerischen Bündnisses für Toleranz, stärken gesellschaftlichen Zusammenhalt, indem verschiedenste gesellschaftliche Gruppen breit eingebunden und miteinander ins Gespräch gebracht werden.

Bitte aktiviere JavaScript in deinem Browser, um dieses Formular fertigzustellen.

Zusammenhalt ist stabil – aber kein Selbstläufer

Auch in Zeiten von Dauerkrisen und Zukunftsängsten gilt: Der Zusammenhalt in Deutschland hält, ist lebendig und stark. Gemeinschaft entsteht aber nicht mehr von allein. Wir müssen sie aktiv gestalten, pflegen und schützen. Darin liegt eine große Chance. Gemeinsam können wir Vertrauen stärken, einander zuhören, hinschauen und füreinander da sein.

Bitte aktiviere JavaScript in deinem Browser, um dieses Formular fertigzustellen.

Streit gehört dazu – aber mit Respekt

In einer vielfältigen Gesellschaft ist Streit normal und wichtig für den gesellschaftlichen Fortschritt. Gefährlich wird es, wenn Konflikte totgeschwiegen werden, ihre sachliche Ebene verlieren und in persönliche Angriffe münden. Wir müssen wieder lernen, hart in der Sache, aber fair im Ton zu streiten. Wo Menschen abgewertet oder ausgegrenzt werden, ist eine rote Linie erreicht.

Bitte aktiviere JavaScript in deinem Browser, um dieses Formular fertigzustellen.

Keine Toleranz der Intoleranz!

Unsere Demokratie schützt die Freiheit aller Bürgerinnen und Bürger. Wer diese Freiheit missbraucht, um gegen Minderheiten zu hetzen oder die Menschenrechte auszuhebeln, darf nicht darauf hoffen, dass der Rechtsstaat in einer Demokratie wegschaut. Eine wehrhafte Demokratie schützt ihre Grundwerte konsequent.

Bitte aktiviere JavaScript in deinem Browser, um dieses Formular fertigzustellen.

Ehrenamt ist der Klebstoff unserer Gesellschaft

Ohne eine starke Zivilgesellschaft würde unser Land nicht funktionieren. Vereine, Initiativen und das Ehrenamt schaffen Räume, in denen Menschen sich begegnen und das Miteinander lernen. Wer anpackt und sich engagiert, stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt und verdient echte Wertschätzung. 

Bitte aktiviere JavaScript in deinem Browser, um dieses Formular fertigzustellen.

Mitgefühl schützt vor Radikalismus

Empathie – also die Fähigkeit, sich in andere hineinzudenken und mitzufühlen – ist der beste Schutzschild für unsere Gesellschaft. Nur wer bereit ist, auch andere Sichtweisen gelten zu lassen, bleibt dialogfähig. Wo das Mitgefühl schwindet, wachsen Feindbilder und die Bereitschaft zur Gewalt. Um gegen Radikalisierung vorzugehen, braucht es Empathie. Diese kann trainiert werden. 

Bitte aktiviere JavaScript in deinem Browser, um dieses Formular fertigzustellen.

Soziale Gerechtigkeit schafft Zusammenhalt

Gesellschaftlicher Zusammenhalt braucht faire Chancen für alle. Wer soziale Sicherheit erfährt, indem er Zugang zu Bildung hat und von seiner Arbeit gut leben kann, erlebt Teilhabe statt Ausgrenzung. Soziale Gerechtigkeit stärkt das Vertrauen in Demokratie und Gesellschaft und ist die Voraussetzung dafür, dass Solidarität und Zusammenhalt im Alltag gelebt werden können.

Bitte aktiviere JavaScript in deinem Browser, um dieses Formular fertigzustellen.

Wirtschaftlicher Erfolg braucht sozialen Zusammenhalt

Wirtschaftliche Stärke und gesellschaftlicher Zusammenhalt sind zwei Seiten derselben Medaille. Gute Arbeitsbedingungen stärken den sozialen Zusammenhalt und sind Erfolgsfaktoren für wirtschaftlichen Erfolg. Eine funktionierende Demokratie und sozialer Frieden sind der beste und wertvollste Standortvorteil, den wir haben. 

Bitte aktiviere JavaScript in deinem Browser, um dieses Formular fertigzustellen.

Verbale Abrüstung und Zukunftsdialoge in Politik und Medien

Die eigentliche Pflicht insbesondere von Politik und Medien ist es, zu erklären statt zu empören, zu vermitteln und Menschen zusammenzuführen. Dazu braucht es eine Rückkehr zu wertegeleiteten Gesprächen. Eine krisenfeste Politik muss Ängste ernst nehmen und gleichzeitig positive Leitideen für eine lebenswerte Zukunft in den Mittelpunkt stellen. 

Bitte aktiviere JavaScript in deinem Browser, um dieses Formular fertigzustellen.

Den digitalen Raum nicht dem Hass überlassen

Immer mehr Debatten verlagern sich ins Internet. Doch soziale Medien funktionieren oft wie Katalysatoren für Desinformation, Hass, Hetze und vereinfachte Parolen. Wir brauchen digitalen Kompetenzen für alle, um Fakten von Unwahrheiten besser unterscheiden zu können, und Veränderungen bei Plattformen, die mehr Verantwortung übernehmen und Meinungsvielfalt statt Spaltung fördern. 

Bitte aktiviere JavaScript in deinem Browser, um dieses Formular fertigzustellen.