Skip to main content

Schwerpunktthemen

Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus begegnen uns heute in unterschiedlichsten Kontexten. Deshalb müssen auch die Antworten auf diese Herausforderungen ausdifferenziert und vielfältig sein. Das Bayerische Bündnis für Toleranz trägt diesem Umstand seit 2011 Rechnung, indem es sich bewusst einzelnen Schwerpunktthemen zuwendet und diese jeweils mit ausgewählten Bündnismitgliedern für einen gewissen Zeitraum intensiv bearbeitet. So wird das Potential der vielfältigen staatlichen, zivilgesellschaftlichen und religionsgemeinschaftlichen Akteure des Bündnisses bestmöglich genutzt und für das Bayerische Bündnis für Toleranz sowie unsere freiheitliche Demokratie insgesamt fruchtbar gemacht.

2026/2027

Mehr #miteinandern! Gesellschaftlicher Zusammenhalt in herausfordernden Zeiten

Braucht unsere Demokratie gesellschaftlichen Zusammenhalt für ihre Zukunftsfähigkeit? Als Bayerisches Bündnis für Toleranz sagen wir: Ja! Insbesondere dann, wenn dieses Fundament in aktuellen Krisenzeiten einem radikalen Stresstest unterzogen wird.

Was genau bringt diesen Zusammenhalt aus dem Gleichgewicht? Was können wir von staatlicher, zivilgesellschaftlicher und religionsgemeinschaftlicher Seite zur Stabilisierung beitragen? Finden wir es heraus, indem wir mehr #miteinandern!

#miteinandern ist mehr als ein Zustand. Es ist ein fortlaufender Prozess, ein weiterführender Gedanke, ein offener Raum für Austausch, Beteiligung und Resonanz. Ein Buchstabe macht den Unterschied: Ohne ihn wäre das Wort abgeschlossen – mit ihm wird es lebendig.

Willkommen zum neuen Schwerpunktthema des Bayerischen Bündnisses für Toleranz, das wir zusammen mit dem Bayerischen Landesverein für Heimatpflege e.V. 2026/2027 gestalten, um durch Dialog, Vernetzung und gemeinsame Aktivitäten mit der ganzen Bündnis-Familie einen Beitrag zur Stärkung von Demokratie und Zusammenhalt zu leisten.

  • 30.04.2026 | 9:30 Uhr

    Mehr #miteinandern! – Auftaktkongress zum neuen Schwerpunktthema

    Gesellschaftlicher Zusammenhalt gilt gemeinhin als essenzielle Ressource und fundamentale Vorbedingung für das Funktionieren einer liberalen Demokratie – insbesondere dann, wenn diese in Zeiten von Krisen und strukturellen Transformationen einem radikalen Stresstest unterzogen wird. Was aber verbirgt sich genau hinter diesem Begriff? Und was geschieht, wenn diese Voraussetzung an Lebendigkeit verliert, keine Selbstverständlichkeit mehr ist. Erodiert dann zugleich mit dem friedlichen Miteinander auch die Bindungs- und Lebenskraft unserer Demokratie?

    So drängend die Fragen dazu in jüngerer Zeit geworden sind, so intensiv gestaltet sich die (wissenschaftliche) Auseinandersetzung mit ihnen. Das Bayerische Bündnis für Toleranz stellt deshalb an den Beginn seiner zweijährigen Beschäftigung mit dem Thema „Mehr #miteinandern! Gesellschaftlicher Zusammenhalt in herausfordernden Zeiten“ eine Bestandsaufnahme: Wo zeigen sich Bruchlinien im Gefüge des gesellschaftlichen Zusammenhalts und was sind deren Ursachen?

    Die Diagnose allein wäre schon hilfreich, doch wertvoller noch sind die Konsequenzen, die daraus zu ziehen sind. Deshalb will dieser Kongress zugleich Handlungsempfehlungen erarbeiten und einen Beitrag dazu leisten, die Rahmenbedingungen zu überprüfen bzw. neu auszugestalten, die gegeben sein müssen, um gesellschaftlichen Zusammenhalt auch in krisenhaften Zeiten resilient zu erhalten.

    Zur Anmeldung geht es hier: Gesellschaftlicher Zusammenhalt in herausfordernden Zeiten

    2024/2025

    Gemeinsam für Respekt und Toleranz im Netz

    Hass und Hetze im digitalen Raum gefährden unsere Demokratie und unser freiheitliches Miteinander. Sie missachten den Basso continuo unseres Rechtsstaats, formuliert in Artikel 1 des Grundgesetzes: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ Nicht nur die Würde des deutschen Menschen. Im Schwerpunktthema 2024/2025 bündeln wir die unterschiedlichsten Aktionen des Bayerischen Bündnisses für Toleranz zu diesem Thema: Konferenzen, Workshops, Veröffentlichungen sowie als Herzstück die Videokampagne #zuwertvollfuerhass.

    Schwerpunktthemen der vergangenen Jahre

    2020-2023: 1700 Jahre jüdisches Leben in Bayern

    In enger Zusammenarbeit mit dem Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern, einem der zahlreichen Bündnismitglieder, veranstaltete das Bayerische Bündnis für Toleranz mit einem Großteil der 13 jüdischen Gemeinden in Bayern Begegnungsabende, bei denen einmal nicht über Antisemitismus gesprochen werden sollte, sondern über die Vielfalt und Lebendigkeit praktizierten Judentums. Ziel des Formates war es, möglichst viele Mitglieder der jüdischen Gemeinden mit Menschen anderer Religionen, der Zivilgesellschaft, aus Vereinen/Verbänden und weiteren Akteur*innen der jeweiligen Stadtgesellschaft, wie Kommunalpolitiker*innen und Menschen aus der Kommunalverwaltung miteinander ins Gespräch zu bringen. Diese Begegnungen sollten dazu dienen, sich mit Jüdinnen und Juden über ihre persönlichen Erfahrungen, das jüdische Alltagsleben und gelebten Glauben auszutauschen, Wissen über die jüdische Religion zu sammeln und so antisemitische Stereotype abzubauen.

    2017/2018: Demokratie find‘ ich gut – Demokratie stärken und Menschenwürde schützen

    Das Jahr 2018 stand unter dem Motto „Demokratie find‘ ich gut – Demokratie stärken, Menschenwürde schützen“. Damit thematisierten wir, wie viele unterschiedliche Aspekte eine gelebte Demokratie umfasst (Menschenrechte, Minderheitenschutz, Pluralität etc.) und wir wollten verdeutlichen, an wie vielen Orten es demokratische Strukturen gibt (z.B. Schulen, Betriebe, Vereine, Kirchengemeinden etc.). Damit wollten wir als Bündnis diese vielfältigen Aspekte von Demokratie stärken, auch indem wir zeigten, wie wir sie leben und gestalten.

    Bei dem Auftakt der Gesamtaktion am 26. April 2018 wurden Videos der Spitzenvertreter_innen unserer Bündnis-Mitglieder veröffentlich zur Aussage „Demokratie finde ich gut, weil …“ und „Ich engagiere mich in der Demokratie, indem ich …“. Zu den gleichen Leitfragen befragten wir tausende Bürger_innen bei Veranstaltungen in ganz Bayern: z.B. beim Sommerempfang des Bayerischen Landtages, bei der Eröffnung der Luisenburg-Festspiele, bei der Langen Nacht der Demokratie, bei Jugendevents, Bandfestivals und vielen Veranstaltungen mehr.

    Mit dem DemokratieBus brachten wir unser Anliegen im Juli und September wortwörtlich ins Rollen: unser Team führte an 15 Orten in Bayern mit mehr als 10.000 Menschen unterschiedlichen Alters, Geschlechts, Religion oder Hautfarbe Gespräche zur Frage, was Demokratie für den oder die Einzelne bedeutet, was das Positive an Demokratie ist, aber auch, was kritisch gesehen wird.

    Die Aktion wurde im November 2018 abgeschlossen.

    2016/2017: Toleranz und ländliche Räume

    Das Jahresschwerpunktthema „Toleranz und ländliche Räume“ wurde im Oktober 2016 in Herrsching am Ammersee eröffnet. Der Schwerpunkt des Jahresthemas lag auf der großen Aktion „Maibaum für Toleranz“, bei der zeitgleich in rund 30 Städten in ganz Bayern jeweils ein besonderer Maibaum für Toleranz aufgestellt wurde. Abgerundet wurde das Themenjahr im Juli 2017 in Bad Alexandersbad durch die Preisverleihung für die fünf kreativsten und nachhaltigsten Maibaum-Aktionen und eine Fachtagung, die sich gezielt mit Herausforderungen und Chancen der ländlichen Regionen auseinandersetzte.

    2015/2016: Schule und Toleranz

    Das Bayerische Bündnis für Toleranz beteiligte sich am jährlichen Wettbewerb des Landesschülerrats. Im Jahr 2015 hatte er das Motto „Lebe Schule respektvoll“. Unter Beteiligung von mehr als 100 Schulen aller Schularten wurde eine Vielzahl innovativer und kreativer Projekte eingereicht und öffentlich präsentiert. Zudem wurde das Thema „Toleranz“ Schwerpunkt einer Ausgabe des Magazins „Schule und wir“, das vom Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst herausgegebenen wird, in dem ein ausführliches Interview mit Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm (dem Sprecher des Bündnisses) erschienen ist.

    2014: Toleranz und Medien

    Gemeinsam mit Regisseur Daniel Harrich zeigte das Bayerische Bündnis für Toleranz an zwölf Orten den Film „Der blinde Fleck“. Der Film ist eine Zusammenfassung der 30-jährigen Recherche des Journalisten Ulrich Chaussy zum Oktoberfestattentat im Jahr 1980, das als schlimmster Terroranschlag der deutschen Geschichte gilt. Auch für Schülerinnen und Schüler fanden eigene Vorführungen des Films statt, in deren Anschluss sich Ulrich Chaussy den Fragen der Jugendlichen stellte. Im November 2014 startete der Bayerische Rundfunk seine ARD-Themenwoche zum Thema Toleranz, die u.a. auf eine Initiative von Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm (Sprecher des Bündnisses) zurückging. Wir freuen uns sehr, dass der Bayerische Rundfunk als Mitglied des Bayerischen Bündnisses für Toleranz diese Initiative ergriffen hat und wir ein wichtiger Partner für die ARD-Themenwoche sein durften.

    2013: Wahlen

    Aufgrund der 2013 stattfindenden Bayerischen Landtagswahl sowie der ebenfalls stattfindenden Bundestagswahl unterstützte das Bayerische Bündnis für Toleranz die Wähler durch Plakate, die dazu aufforderten, sich an der Wahl zu beteiligen und damit für Toleranz, Demokratie und Menschenwürde einzutreten. Mehrere Mitglieder des Bayerischen Bündnisses für Toleranz beteiligten sich mit prominenten Personen aus ihren Reihen an dieser Aktion und veröffentlichten die Plakate in ihren Zeitungen und Zeitschriften, in ihren Schaukästen und ihren Internetauftritten.

    2012: Sport

    Der Themenschwerpunkt Sport lag hauptverantwortlich in den Händen des Bayerischen Landessportverbands, der selbst auch Bündnismitglied ist. Durch Unterstützung des Bayerischen Städtetags, ebenfalls Bündnismitglied, konnte das Bündnis an fünf Orten die Ausstellung „Kicker, Kämpfer und Legenden“ über Juden im deutschen Fußball zeigen. Die Ausstellung wurde erstellt von der Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau. Die Begleitveranstaltungen erfolgten z.T. unter prominenter Begleitung, beispielsweise mit dem Fußballprofi Gerald Asamoah. Des Weiteren gingen Vertreter*innen des Bayerischen Bündnisses für Toleranz und des Vorstands des Bayerischen Fußballverbands an einem Dutzend Spielorte der Fußball-Bayernligen Nord und Süd zusammen mit den Spielern auf die Spielplätze hinaus. Dabei trugen sie gemeinsam ein Transparent mit der Aufschrift „Gemeinsam gegen Rechtsextremismus“. Stadionansagen, Flyer und eine umfangreiche Berichterstattung der Medien brachten unsere Positionen in eine breite Öffentlichkeit. Beteiligt waren neben Landesbischof Bedford-Strohm und Innenminister Herrmann etwa 30 weitere prominente Persönlichkeiten aus den Reihen des Bündnisses.

    2011: Kultur

    Im Münchner Herkulessaal im Residenzgarten lud das Bündnis zum Benefizkonzert mit der Lehrer-Big-Band „Blue Notes gegen braune Töne“. Unter der Leitung von Prof. Michael Zoller glänzten als Solisten Prof. Claus Reichstaller und Hermann Breuer. Der Erlös des Konzerts kam dem Förderverein des Bündnisses zugute: dem heutigen Bayerischen Verein für Toleranz, Demokratie und Menschenwürde e.V. Darüber hinaus zeigte das Bündnis in Kooperation mit dem federführenden (damaligen) Staatsministerium für Unterricht und Kultus eine Ausstellung des Fotografen Sepp Werkmeister mit Bildern berühmter Jazzmusiker.