Im Mittelpunkt standen der fachliche Austausch, die gemeinsame Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Herausforderungen und die Frage, wie beide Bildungsbereiche ihre Stärken künftig noch enger miteinander verbinden können.
Die Zukunftslabore waren bewusst als offene Beteiligungsprozesse angelegt. Unterschiedliche Perspektiven, Erfahrungen und Arbeitsweisen trafen aufeinander und machten deutlich, wie viele gemeinsame Anliegen kulturelle und politische Bildung verbinden. Dabei zeigte sich schnell: Die Herausforderungen sind oft ähnlich – sei es die Gestaltung von Teilhabe, die Stärkung demokratischer Kompetenzen oder der Umgang mit gesellschaftlicher Polarisierung.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Verbindung der Methoden beider Bildungsbereiche. Kreative und künstlerische Arbeitsformen wurden mit partizipativen Methoden der politischen Bildung kombiniert und eröffneten neue Zugänge zu komplexen Fragestellungen. Der gemeinsame Arbeitsprozess machte erfahrbar, wie Demokratie gelingen kann: durch Zuhören, Perspektivwechsel, gemeinsames Entwickeln von Ideen und das Aushandeln unterschiedlicher Positionen. Viele dieser Erfahrungen lassen sich unmittelbar auf demokratische Prozesse in unserer Gesellschaft übertragen.

Die Zukunftslabore gehen auf eine Idee der Fachstelle Demokratie und Partizipation im Bayerischen Bündnis für Toleranz zurück. Dass aus dieser zunächst noch offenen Projektidee ein landesweites Kooperationsprojekt entstehen konnte, ist dem großen Engagement aller Partner zu verdanken. Die Landesvereinigung Kulturelle Bildung Bayern, die Bayerische Landeszentrale für politische Bildungsarbeit, der Bayerische Volkshochschulverband und der Landesverband der Jugendkunstschulen und kulturpädagogischen Einrichtungen in Bayern haben das Vorhaben von Beginn an mit großer Offenheit begleitet, ihre fachliche Expertise eingebracht und den Prozess gemeinsam gestaltet. Für dieses Vertrauen und die intensive Zusammenarbeit gilt allen Beteiligten ein herzlicher Dank.
Die Zukunftslabore haben eindrucksvoll gezeigt, dass die Verknüpfung von kultureller und politischer Bildung nicht nur möglich, sondern ausgesprochen gewinnbringend ist. Es sind neue Kontakte entstanden, Kooperationen angestoßen und gemeinsame Perspektiven entwickelt worden. Damit wurde ein wichtiger Grundstein für eine langfristige Zusammenarbeit gelegt.
Die Ergebnisse der vier regionalen Zukunftslabore fließen nun in den LandKulturGipfel „Gesellschaft in Bayern mitgestalten – Kulturelle Bildung trifft Politische Bildung“ am 16.-17.11.2026 in Roth ein. Dort werden die entwickelten Ideen, Erfahrungen und Netzwerke weitergeführt und gemeinsam mit weiteren Akteuren aus Kultur, Bildung, Politik und Gesellschaft vertieft. Die Zukunftslabore waren damit weit mehr als eine Veranstaltungsreihe – sie waren der Auftakt eines gemeinsamen Prozesses, der die Zusammenarbeit zwischen kultureller und politischer Bildung in Bayern nachhaltig stärken soll.
Wir sind Bayerns größter Zusammenschluss aus staatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren sowie Religionsgemeinschaften, um unsere Demokratie und die Achtung der Menschenwürde zu stärken und Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus zu bekämpfen.